Berlin

Hauptstadt will bester Gesundheitsstandort Europas werden

Berlins Gesundheitssenator hat eine Kommission zur Zukuft der Patientenversorgung einberufen. Ziel: Die Bundeshauptstadt soll bis 2030 eine europäische Spitzenadresse für medizinische Forschung und Versorgung werden.

Berlin. Pflegekräfte sind schon heute rar, und die Bevölkerung altert: Für Ideen zur Zukunft der Patientenversorgung in Krankenhäusern setzt Berlin eine Expertenkommission ein. Das Gremium soll ein Konzept erstellen, um die Hauptstadt bis zum Jahr 2030 zur "europäischen Top-Adresse in der medizinischen Forschung und Versorgung" zu entwickeln, erklärte Berlins Regierungschef und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD) am Mittwoch (16. mai).

Er berief die Kommission mit Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) ein. Anspruch ist es laut Konzept, dass für jedermann unabhängig etwa von Herkunft und Einkommen die "beste und effektivste Therapie" verfügbar ist. Schlüsselrollen haben dabei die Universitätsklinik Charité und der kommunale Krankenhauskonzern Vivantes mit fast 1,5 Millionen Patienten im Jahr. Diese Potenziale sollen besser genutzt werden.

Der demografische Wandel werde zu einem massiven Anstieg der chronisch Kranken und einem massiven Rückgang der verfügbaren Fachkräfte führen, sagte der Vorsitzende der Kommission "Gesundheitsstadt Berlin 2030", Karl Lauterbach (SPD). Daneben stehe die Umsetzung neuer Medizin-Verfahren an. Der Kommission gehören elf externe Experten aus Wissenschaft, Verbänden, Kliniken, Unternehmen und Patientenvertretungen an. Ergebnisse sollen Anfang 2019 vorliegen.

(dpa/bb)