Berlin

Projekt berät mehr junge Menschen nach Alkoholvergiftungen

Unangenehme Gefühle ertränken: Das wollen in der Hauptstadt scheinbar immer mehr Jugendliche. Ein Beratungsprojekt an Berliner Kliniken verbucht für 2017 einen Anstieg der Fälle um knapp zehn Prozent.

Berlin. Berater des Projekts HaLT (Hart am Limit) haben 2017 in der Hauptstadt mehr Kinder und Jugendliche nach Alkoholvergiftungen betreut als im Vorjahr. In zwölf Berliner Krankenhäusern wurden insgesamt 254 Kinder und Jugendliche beraten, wie das Projekt zur Frühintervention bei riskantem Alkoholkonsum am Mittwoch (14. Februar) mitteilte.

Das waren 21 Fälle mehr als im Jahr 2016. Das Durchschnittsalter der betreuten Kinder und Jugendlichen lag den Angaben zufolge bei 15 Jahren.

„Ein Großteil der betroffenen jungen Menschen gibt an, unangenehme Gefühle mit Alkohol verdrängen zu wollen", erklärte Jörg Kreutziger vom HaLT Projekt, das vom Caritasverband und der Stiftung SPI getragen wird. Er sprach sich für einen Ausbau des Beratungsangebots aus.

(dpa/bb)