Hausarzt Medizin

Persistierendes Foramen ovale

Bei ca. 30 Prozent aller Schlaganfälle findet sich keine Ursache. Mehr als ein Drittel dieser Patienten hat ein persistierendes Foramen ovale (PFO). Dieses ermöglicht paradoxe Embolien, also Embolien eines venös entstandenen Thrombus ins arterielle System. Bisherige Versuche, erneute Schlaganfälle bei diesen Patienten durch einen interventionellen PFO-Verschluss mit einem Okkluder zu verhindern, waren in randomisierten kontrollierten Studien gescheitert. Doch drei große neue Studien konnten jetzt einen positiven Effekt nachweisen. Bei gutem Sicherheitsprofil wurde das Risiko für einen erneuten kryptogenen Schlaganfall signifikant reduziert (Volker Schulze, Düsseldorf).

Quelle: Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 4.-7.4.2018, Mannheim

(Dr. Peter Stiefelhagen)

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