Hausarzt Medizin

Rheumatologie für den Hausarzt

Gelenkbeschwerden und Kreuzschmerzen – das alltägliche Brot des Hausarztes. Meist ist es unspezifisch, doch im Einzelfall kann sich dahinter auch eine entzündlich-rheumatische Erkrankung verbergen. Deshalb ist die Rheumatologie ein ständiger "Begleiter" im hausärztlichen Alltag.

RA: Gut behandelbar

Die rheumatoide Arthritis (RA) ist mit einer Prävalenz von 0,8 Prozent die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung, wobei Frauen drei- bis viermal häufiger betroffen sind als Männer. Die RA ist heute vor allem dank neuer Biologicals zu einer gut behandelbaren Erkrankung geworden, mit anderen Worten der Rollstuhl als Synonym für einen schweren chronischen Verlauf mit konsekutiver Pflegebedürftigkeit bei solchen Patienten ist weitgehend aus unserem Straßenbild verschwunden. Doch die Früh- diagnose ist nicht immer einfach. Die wichtigsten Differenzialdiagnosen sind:

  • Parainfektiöse virale Arthritis (z.B. Hepatitis, Parvovirus B 19)

  • Kollagenosen wie der systemische Lupus erythematodes

  • Psoriasis-Arthritis

  • Paraneoplastische Polyarthritis

  • Polymyalgia rheumatica

Quelle: Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Stuttgart (6. – 9. September 2017)

(Dr. med. Peter Stiefelhagen)

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