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Politiker sehen Boni für Versicherte kontrovers

Boni für Versicherte, die freiwillig an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) teilnehmen, treff en bei bayerischen Politikern auf geteilte Zustimmung. Das teilt der Bayerische Hausärzteverband in seinem Newsletter mit.

Bei Praxisbesuchen lobten Politiker zwar die Arbeit der Hausärzte und die HZV, aber: „Von einer verpflichtenden Bonusregelung bin ich noch nicht ganz überzeugt. Es stünde im Widerspruch zur besseren Versorgungsqualität in HZV-Verträgen und könnte Versicherte zu der Annahme verleiten, ihnen würde ein Billig-Vertrag verkauft“, erklärte beispielsweise der Bundestagsabgeordnete Reiner Meier (CSU). Ähnlich zurückhaltend äußerten sich der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Nüsslein, die SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Sonnenholzner und der Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg (Die Linken).

Offen stehen Stephan Pilsinger (CSU), Sabine Dittmar (SPD) und Ulrich Leiner von den Grünen einer Bonusregelung gegenüber. So ist Pilsinger überzeugt, dass Vorteile für Patienten, die sich in einen Hausarztvertrag eingeschrieben haben, schon früher die HZV gestärkt haben. Ohne Wenn und Aber sprach sich Prof. Peter Bauer (Freie Wähler) dafür aus, die HZV unter Beibehaltung der freien Arztwahl weiterzuentwickeln und Patienten, die sich freiwillig einschreiben, einen Bonus zu gewähren.

In Baden-Württemberg belohnen manche Krankenkassen bereits ihre HZV-Versicherten für die Teilnahme am Vertrag. Der Deutsche Hausärzteverband und seine Landesverbände setzen sich daher auch auf Bundesebene dafür ein, für Versicherte einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, an der HZV teilzunehmen.

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