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Ultraschall der Prostata zur Krebsfrüherkennung nutzlos

Wissenschaftler des IGeL-Monitors wollten herausfi nden, welchen Nutzen und Schaden beschwerdefreie Männer erwarten können, wenn sie ihre Prostata zur Früherkennung von Krebs mit Ultraschall untersuchen lassen. Die Wissenschaftler fanden zu dieser konkreten Fragestellung jedoch keine passenden Studien und sehen deshalb auch keine Hinweise auf einen Nutzen. Man weiß jedoch von anderen Studien, dass solche Untersuchungen zu Befunden führen können, die nie auffällig geworden wären. Der Nutzen überwiegt also den Schaden, was zur Bewertung „tendenziell negativ“ führte.

Für die Früherkennung von Prostatakrebs werden vor allem drei Verfahren angeboten: Abtasten, Ultraschall und PSA-Test. Bei auffälligem Befund und zur Abklärung des Verdachts sind die Untersuchungen Kassenleistung. Zur Früherkennung selbst ist nur das Abtasten Kassenleistung, Ultraschall und PSA-Test müssen selbst bezahlt werden.

Quelle: IGeL-Monitor

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