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Psychopharmaka oft unverzichtbar

Die Bundesregierung verteidigt den Einsatz von Psychopharmaka bei psychischen Störungen trotz möglicher Nebenwirkungen. Depressionen seien in Deutschland die mit Abstand häufi gste Ursache für Suizide oder Suizidversuche. Eine erfolgreiche Behandlung der Depression senke das Suizidrisiko, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag von Anfang September. Insbesondere bei einer schweren Erkrankung seien Psychopharmaka nicht selten unverzichtbar.

Auch sogenannte SSRI-Antidepressiva, die zur Standardtherapie bei der Behandlung von Depressionen in Deutschland gehören, würden auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft. Bei „Risikosignalen“ werde über notwendige Änderungen der Packungsbeilage oder über weitergehende Maßnahmen zur Verringerung des Anwendungsrisikos entschieden. Das Suizidrisiko unter SSRI sei mehrfach auf europäischer Ebene bewertet worden, heißt es in der Antwort weiter. Die Industrie sei in der Folge aufgefordert worden, die Produktinformationen anzupassen. Für alle im Umlauf befi ndlichen SSRI-Arzneimittel sei das Nutzen-Risiko-Verhältnis weiter positiv. Anhaltspunkte für eine Rücknahme, Widerruf oder Ruhen der Zulassung waren oder seien derzeit nicht ersichtlich.

Quelle: heute im bundestag

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