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Hausärzte lassen ihre Patienten selten warten

Bei Hausärzten müssen Patienten selten auf einen Termin warten. „Keine Wartezeit“ benötigten 34 Prozent der Teilnehmer der Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Beim Facharzt waren dies nur 17 Prozent; die meisten Versicherten geben an, hier bis drei Wochen (21 Prozent) oder mehr als drei Wochen (28 Prozent) zu warten. Dies gilt besonders für gesetzlich Versicherte: Sie bekommen seltener einen Termin ohne Wartezeit (16 vs. 19 Prozent bei PKV-Versicherten) und warten dafür häufi ger länger als drei Wochen (30 GKV- vs. 17 Prozent PKV-Versicherte). Die gute Nachricht: Bei aktuellen Problemen wird die Mehrheit der Patienten sofort behandelt (54 Prozent).

Aber auch hier sieht es in den Hausarztpraxen besser aus, 72 Prozent müssen nicht warten. Bei Fachärzten sind dies nur 26 Prozent, hier bekommen die meisten (55 Prozent) einen Termin innerhalb von drei Tagen. Für die Versicherten ist das aber nicht dramatisch, die Mehrheit sagt, es habe ihr nicht zu lang gedauert, bis sie einen Termin bekommen haben.

Wie auch in den Vorjahren haben 90 Prozent der Befragten das Vertrauensverhältnis zu ihren Ärzten mit „gut“ bis „sehr gut“ bewertet. Sehr gute Noten gab es auch für die Kommunikation: 92 Prozent der Befragten haben aufgrund der Ausführungen ihres zuletzt besuchten Arztes besser verstanden, mit welcher Krankheit sie konfrontiert sind.

Im Auftrag der KBV hatte die Forschungsgruppe Wahlen über 6.000 Versicherte zwischen 15. Mai und 27. Juni telefonisch befragt.

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