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STIKO-Empfehlungen: Das hat sich geändert

Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert. Wir fassen die wesentlichen Änderungen zusammen.

Influenza

  • Empfehlung: nasaler Impfstoff nicht mehr bevorzugt

  • Änderung: Die nasalen Lebendimpfstoffe (LAIV) werden bei Kindern zwischen zwei und sechs Jahren nicht mehr als „bevorzugt“ empfohlen. Sie sind nur mehr eine Option (bis zum 17. Lebensjahr). Hintergrund sind unzureichende Wirksamkeitsbelege.

Hepatitis A und B

  • Empfehlung: Indikationsimpfung bei Ehrenamtlichen

  • Änderung: Neben „beruflich“ exponierten Personen wird die Impfung nun auch bei Personen empfohlen, die durch eine ehrenamtliche Tätigkeit ein erhöhtes Risiko für HAV- oder HBV-Infektionen haben.

Herpes zoster

  • Empfehlung: keine Standardimpfung

  • Änderung: Den seit 2013 verfügbaren Zoster-Lebendimpfstoff kann die STIKO auf Basis der bisherigen wissenschaftlichen Daten (noch) nicht als Standardimpfung empfehlen. Das Problem ist offenbar die mit dem Alter sinkende Wirksamkeit.

Tetanus-PEP

  • Empfehlung: bei sauberen, kleinen Wunden nur, wenn letzte Impfung vor zehn Jahren war

  • Änderung: Die Absenkung der Frist auf fünf Jahre (seit der letzten Impfung) im vergangenen Jahr hat die STIKO rückgängig gemacht. Dies entspreche dem empfohlenen Auffrischzyklus und sei „immunologisch plausibel“.

Epid Bull 2017;35:381-383. doi:10.17886/EpiBull-2017-045

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