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Nahrungsmittelallergien

Dass der Zeitpunkt des Beginns einer allergenen Ernährung beim Kind das Risiko für die Entwicklung einer Nahrungsallergie beeinfl ussen kann, wird seit langem diskutiert. Jetzt konnte erstmals im Rahmen einer Metaanalyse gezeigt werden, dass eine frühe Ernährung mit Eiern und Erdnüssen das Risiko für eine solche Allergie verringert.

Eingegangen in die Auswertung sind die Daten von zahlreichen Interventions-und Beobachtungsstudien und solche aus Datenbanken. Dabei wurde ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt, ab wann mit der allergenen Ernährung bei Kindern im ersten Lebensjahr begonnen wurde, und dem Risiko für eine Nahrungsmittelallergie bzw. eine Autoimmunerkrankung untersucht.

Es zeigte sich, dass die frühe Zugabe von Eiern zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat das Risiko für eine Eier-Allergie günstig beeinfl usst, d.h. die Inzidenz sank absolut um 5,4 Prozent, das sind 24 von 1.000 Fällen. Ähnliches fand sich bei Erdnüssen. Wurden solche früh, d.h. zwischen dem 4. und 11. Monat gegeben, so sank das entsprechende Allergierisiko um absolut 2,5 Prozent, das sind 18 von 1.000 Fällen. Der Zeitpunkt für die Zufuhr von Eiern und Erdnüssen hatte aber keinen Einfl uss auf andere Nahrungsmittelallergien. Und was die Fischallergie betrifft, so ist die Evidenz sehr gering, dass eine frühe Ernährung mit Fisch von Vorteil wäre. Und auch der Zeitpunkt der Gluten-Zufuhr hat keinen Einfl uss auf die Manifestation einer Zöliakie.

Quelle: Derma Update in Wiesbaden

(P. Stiefelhagen)

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