kurz + knapp

Drei Fragen an Dr. Berndt zum 33. Seminarkongress

Sehr geehrter Herr Dr. Berndt, was bedeutet es für Sie und den Verband, den millionsten Patienten in der HZV eingeschrieben zu haben?

Berndt: Davon geht ein deutliches politisches Signal aus: Unsere Patienten sehen uns als ihre primären Ansprechpartner im Gesundheitssystem! Die mit unseren Partnern, der KVN und der HAEVG abgeschlossenen Verträge decken inzwischen 90 Prozent der in Frage kommenden Versicherten und Krankenkassen ab – bundesweit ein Spitzenwert und ein deutliches Signal für die Hausarztzentrierte Versorgung.

Was bietet der Landesverband besonders jungen Allgemeinmedizinern?

Neben beitragsfreier Mitgliedschaft bis zum ersten Jahr der Niederlassung, kostenloser Rechtsberatung sowie finanziellen Vorteilen durch die Verbandsmitgliedschaft setzen wir auf Weiterbildungsverbünde und Beratung in den Bezirken und unserer Geschäftsstelle. Für Studierende ermöglichen wir zum Beispiel von den allgemeinmedizinischen Fakultäten ausgewählten Medizinstudierenden eine gesponserte Teilnahme an unserem Seminarkongress, um sich dort über den Beruf inhaltlich und wirtschaftlich unabhängig zu informieren – was immer sehr gut angenommen wird.

Welche politischen Forderungen hat der Hausärzteverband Niedersachsen zur Bundestagswahl?

Wir empfehlen der Politik eine Lösung gegen die Zweckentfremdung von Allgemeinarztsitzen zu finden, die Umsetzung des Masterplan 2020 zügig voranzutreiben sowie ein klares Bekenntnis zum Hausarzt als Primärversorger. Dies könnte zum Beispiel erfolgen durch einen gesetzlichen Wahltarif HZV mit monetären Vorteilen für den Versicherten.

Dr. Matthias Bernd, Facharzt für Allgemeinmedizin, 1. Vorsitzender Hausärzteverband Niedersachsen

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(M. von Berg)

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