kurz + knapp

Leserbriefe

Gestaffelte Notfallgebühr

Betreff: „Nordrhein fordert einheitliches Triagierungssystem“ HA 4, 5.3.17, S. 31

Das einfachste Triagesystem wäre eine gestaffelte Notfallgebühr für alle, auch für zuzahlungsbefreite Patienten (die machen sonst munter weiter): 20 Euro für die „Notaufnahme“, zehn Euro für die „Portalpraxis“ oder die Bereitschaftsdienstzentrale. Hirnlose Bequemlichkeitskonsultationen würden sich drastisch reduzieren. Wenn die Gebühr direkt an die Einrichtung fließt, verbessert es sogar noch die Finanzierung. Wäre einfach, wirkungsvoll, gerecht, sozial durchaus tragbar. Nur politisch nicht erwünscht, zu einfach und vernünftig.

Dr. Hans Hoppenrath, Großsteinhausen

Time is brain

Betreff: „Gezielte Nachsorge kann viel ausrichten“, HA 4, 5.3.17, S. 49

Vorgehen bei akutem Schlaganfall: Bitte KEINE Zeitverschwendung in der Hausarztpraxis mit Ruhe-EKG, sondern unverzügliche, schnellstmögliche Einweisung in die Neurologie. Im Lyse-Fenster kommt es oft auf wenige, entscheidende Minuten an. Es gilt der Grundsatz: Time is Brain. Eventuelles Zeitfenster bis zum Eintreffen des NEF sollte anderweitig sinnvoll genutzt werden zur Verkürzung der Transportzeit, zum Beispiel iv-Zugang legen, Unterlagen bereitstellen.

Dr. Michael Wagner, Hannover

Apell leider unwirksam

Betreff: „Wer rastet, der rostet“, Sonderheft „Der alte Patient“, 10.3.17, S. 1

Sie haben Recht mit Ihrem Statement und Ihrem Apell. Leider ist beides so wirksam, als ob sie einer Rasenfläche zurufen, „Du beherbergst zu viel Unkraut, wachse schneller und vertreibe es!“ Eine Veränderung von Verhaltensweisen kann nur durch Änderung der Lebensbedingungen verursacht werden.

W. Bernhardt, München

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