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Neues Forschungsprojekt „GAP – Glück in der Arztpraxis“

Der Frage, wie gesund und glücklich diejenigen sind, die sich um die Gesundheit anderer kümmern, geht jetzt Prof. Tobias Esch von der Universität Witten/Herdecke in einem neuen Forschungsprojekt nach. Über drei Jahre untersucht er, wie es um die Zufriedenheit in Deutschlands Hausarztpraxen steht.

Obwohl die Arbeit in der Praxis entsprechend der Lebenszufriedenheitsforschung über bedeutsame Faktoren für Glück verfügt, sind laut Esch viele in der Primärversorgung Tätigen mit ihrem Alltag unzufrieden. Stress, Überlastung und Erschöpfung werden als Beeinträchtigungen des Wohlbefindens beobachtet. Praxisteams berichten eine Widersprüchlichkeit zwischen einem erfüllten Arbeitsalltag, wie sie ihn sich erhofft haben, und der täglich erlebten Ist-Situation.

Dieses wahrgenommene Missverhältnis scheint neben verhältnisund settingbezogenen Ansätzen auch durch verhaltensfokussierte Interventionen wie Stressbewältigungs- und Glückstrainings grundsätzlich veränderbar. Welche Maßnahmen wirksam sind und wie diese im Alltag umgesetzt werden können, soll das Projekt untersuchen.

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