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PVS-Anbieter warnt vor KBV-Software

Der Praxissoftwarehersteller medatixx warnt vor einer Praxissoftware aus Händen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Seit geraumer Zeit dringt die Körperschaft darauf, selbst Praxissoftware anbieten zu dürfen. Anlass dafür sind die teilweise hohen Preise, die IT-Anbieter von Ärzten für das Modul des neuen bundeseinheitlichen Medikationsplans (BMP) verlangen (s. Der Hausarzt 4).

Obwohl medatixx seinen Anwendern dieses Modul ohne Zusatzkosten zur Verfügung stellt, sieht Geschäftsführer Jens Naumann durch die Pläne der KBV die ganze Branche beschädigt: „Leider ist – offensichtlich auch bei der KBV - der Gedanke weit verbreitet, dass man für Software und Support nicht bezahlen will, aber dennoch hohe Programmqualität und besten Service erwartet.“ Dass KBV-Vorsitzender Dr. Andreas Gassen die Software kostenlos anbieten will, hält Naumann für zu kurz gesprungen. Schließlich müsse auch die KBV IT-Spezialisten beschäftigen und somit bezahlen. Außerdem entstehe ein Interessenskonflikt, da die KBV gleichzeitig Praxissoftware prüfe und zertifiziere.

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