kurz + knapp

Graphic Novel ermutigt zum Hinschauen

Jede dritte Frau in Deutschland hat schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Doch das Thema erfährt nur selten die nötige öffentliche Aufmerksamkeit – vielfach wird Gewalt toleriert, ignoriert oder bagatellisiert. Genau darauf weisen die mehrfach preisgekrönte Comiczeichnerin Isabel Kreitz und der Illustrator Stefan Dinter mit ihrer Graphic Novel "Hinter Türen" hin. Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" entwickelt, das beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben angesiedelt ist. "Hinter Türen" erzählt die spannende und aufrüttelnde Geschichte zweier Frauen, die auf sehr unterschiedliche Weise Gewalt erleben und damit umgehen. Dabei ist die Gewalt nirgends zu sehen, sie passiert zwischen den Bildern. "Je mehr im Kopf stattfindet, umso mehr werden die Leserinnen und Leser zur Auseinandersetzung ermutigt", sagt Stefan Dinter.

Hilfe finden Opfer von Gewalt bei dem bundesweiten Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" . Das ist rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr unter der Telefonnummer 08000 116 016 und online unter hilfetelefon.de über einen Termin- und Sofort-Chat sowie per E-Mail erreichbar. Rund 60 qualifizierte Beraterinnen informieren und beraten gewaltbetroffene Frauen und ihre Angehörigen, Freundinnen und Freunde, Bekannte und Fachkräfte: kostenlos, anonym, in 15 Fremdsprachen sowie in Deutscher Gebärdensprache und Leichter Sprache.

www.hinter-tueren.de

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